Seit der Gründung unseres Vereins im Jahre 1990 hat es viele Persönlichkeiten gegeben, die diesen auf höchst individuelle Weise geprägt haben.
Leider sind nicht mehr alle unter uns.
Auf dieser Seite wollen wir künftig die Erinnerung an sie wach halten:

0012

Markus Bender

* 28.8.1959

† 10.8.2019

Schauspieler, Regisseur, 2. Vorsitzender, Vorverkaufsstelle, guter Geist - du hast unserem Verein und dem Theater in Herborn in den vergangenen Jahrzehnten so viel gegeben.

Begonnen hast du als junger Mann bei den legendären Heimatspielen, kanntest all die Geschichten aus den „wilden Zeiten“ und warst doch und sogar ein Teil davon. Auch als du eine Zeitlang fern der Heimat gelebt hast, ging der Kontakt zum damals noch nicht im Verein organisierten Theater in Herborn nicht verloren.

Und mit Beginn der Neunziger Jahre dann warst du da, und das mit Macht. Zunächst „nur“ in verschiedenen Rollen als Schauspieler, aber 2001 dann auch in verantwortungsvoller Position. Bis 2005 und danach nochmals zwischen 2008 und 2012 warst du zweiter Vorsitzender. In deine erste „Amtszeit“ fiel der Bau der KuSch und als die Eröffnung nahte, da konntest du dich mit „Siemens-Lufthaken“ und Deko-Power so richtig austoben. Wir haben dich gebraucht in der Phase unseres großen Umbruchs hin zur Kulturscheune.

Auch als Regisseur warst du ein Gewinn. 2001 und 2008 bei der „Barbara“, 2006 auf Greifenstein beim „Edlen Haus“ sowie 2009 in „Bauschs Garten“ haben die Mitspieler gerne auf deine Erfahrung vertraut.

Wir haben dich geliebt für deine verrückten Ideen. Die kann man nicht beschreiben, die muss man erlebt haben. Sei es bei Parodien in Filmform oder bei Feiern im kleinen Kreis.

Wir haben dich geschätzt für dein zupackendes Handeln, das du auch einige Jahre als „Kummerkasten“ in unserer Vorverkaufsstelle unter Beweis gestellt hast. Du wolltest aus all den seltsamen Begebenheiten mal ein Buch schreiben, das wäre sicher ein Beststeller.

Wir haben gewusst, dass uns dein kritischer Geist immer wohlwollend begleitet hat. Du hast dir alle Eigenproduktionen angesehen und dabei mit Lob und Verbesserungsvorschlägen nie gespart.

Wir werden dich vermissen, sind traurig, aber auch sehr dankbar, dass wir einen großen Teil unseres Weges mit dir gemeinsam gehen durften.

 

Haltet den Hasen - KuSch 12

Dmitrij Panov

* 13.1.1991

† 8.10.2016

Seit einigen Monaten war es absehbar, doch wenn man mit der finalen Nachricht konfrontiert wird, dann tut es weh. Es berührt. Es schmerzt. Acht Jahre lang hast du uns und unsere Theaterproduktionen bereichert.

Schauspieler wie dich nennt man eigentlich „Rampensäue“. Du hast für dich einen anderen Titel gewählt, die „Famehure“. Egal wie man es nennen möchte, du warst vor allem eines: ein toller Darsteller.

2008 beginnend mit dem Hofnarr und Berater „Hasenfuß“ im „Sommernachtstraum“ bis hin zu Algernon Moncrieff in „Bunbury“ 2016 hast du insgesamt zehn Produktionen mit deinem Können bereichert. Unvergessen: das Riesenhuhn Bill in der „Zauberfee von Oz“, als du es geschafft hast, in unnachahmlicher Art auf offener Bühne ein Ei zu legen.

Oder – nach deinem ersten gesundheitlichen Rückschlag 2011 – die Rolle als „Jack the Ripper“. Und als ich dich im April dann bei deinem letzten Bühnenauftritt sehen durfte, da wusste nicht nur ich, dass dies ein Abschied für immer werden würde. Das, was du gerade bei dieser letzten Produktion geleistet hast, ist alleine schon unfassbar und sollte manchem Menschen, der mit deutlich weniger Wehwehchen das Jammern zur hohen Kunst erhoben hat, mal bewegen, über sich nachzudenken.

„Psychiater, Psychiater“ mit deinen düsteren Phantasien – auch diese Weihnachtsstück-Nacht wird mir in Erinnerung bleiben, wie so vieles, was du dem Verein und der KuSch auf deine ganz eigene Art und Weise in den vergangenen Jahren gegeben hast.

Du hast zwar den Kampf, der nicht zu gewinnen war, verloren. Aber das nur vordergründig. Denn durch deine Art, mit dem Unausweichlichen umzugehen hast du so vielen Menschen Kraft und Inspiration gegeben, dass wenigstens diese etwas gewonnen haben: Zuversicht und Mut!


Wir als Theaterverein sind stolz darauf, dass du ein Teil von uns warst und wir dich auf deinem viel zu kurzen Weg ein kleines Stück begleiten durften.

 

gerlindeaaaa-570x427

Gerlind Brehm

* 29.9.1943

† 16.10.2013


Still, arbeitsam und hintergründig, aber auch knorrig und sicher nicht beliebig: So kannten wir sie, so kannte der Verein sie. Und in diesem war Gerlind Brehm zwischen 1992 und 2006 im Vorstand aktiv und hat somit den eingeschlagenen Weg der Herborner Heimatspieler maßgeblich begleitet und mitgestaltet. Und natürlich war es klar, dass wir sie – bei ihrem Abschied aus dem Vorstand – mit der neu geschaffenen Verdienstnadel ausgezeichnet haben.
Während ihr Name Generationen von „Neulingen“ ein Problem gemacht hat, weil doch partout das „e“ fehlt, hatte die Person Gerlind weniger Schwierigkeiten, im Gedächtnis der Mitmenschen haften zu bleiben.
Neben der Vorstandsarbeit war sie von Beginn an für die Inszenierung unserer Weihnachtsstücke zuständig, obwohl sie eine Art „Hassliebe“ mit den von ihr liebevoll „kleine Monster“ genannten Schulkindern verband. Vom „Lebkuchenmann“ bis hin zu „Rapunzel“ 2002 war sie die Regisseurin unserer vorweihnachtlichen Theatererlebnisse und legte somit die Basis für den anschließend noch weitergehenden Erfolg dieser Produktionen.
Und dann war da ja noch die Vorliebe fürs „andere Theater“, abseits der Heimatspiele. Mit Curt Goetz begann eine Art „Bewusstseinserweiterung“ dieses Vereins, die wir maßgeblich ihrem „Bohren“ zu verdanken hatten. Sie übernahm die Regie bei Produktionen wie „Der Lampenschirm“, „In Bauschs Garten“, „Da waren’s nur noch neun“ oder zum Abschluss im Jahre 2007 bei der Boulevard-Komödie „Außer Kontrolle“. All das mit Beharrlichkeit, eigenem Kopf und eigenem Stil!
Und dann war da ja noch die Abteilung „Maske“, für die sie ebenfalls lange Jahre die Verantwortung trug. Dank ihr wurde der Umgang mit dem Wasserfarbkasten immer professioneller und die Effekte immer besser. Ihre persönlich größte Herausforderung war dabei sicher die erstmalige Aufführung des „Dschungelbuchs“ 2005/2006.
Wir sind froh, dass wir von dir, deinen Fähigkeiten und deinen Ansichten über all die Jahre profitieren konnten und werden dir immer ein ehrendes und wertschätzendes Andenken bewahren.

Danke Gerlind!

kbl2014

Dauerkarte Deutsche Kabarettmeisterschaft
Sie können Ihre Dauerkarte auch nach Beginn der Kabarettmeisterschaft kaufen.
Das Ticketsystem stellt Ihnen die verfügbaren Tickets zusammen und berechnet Ihren Preis.

Ticket 1. SpieltagTicket 2. SpieltagTicket 3. SpieltagTicket 4. SpieltagTicket 5. SpieltagTicket 6. SpieltagTicket 7. Spieltag

KuSch TV

Auf diesem YouTube-Kanal berichten wir über Künstler, die auf unserer Kleinkunstbühne in Herborn auftreten.

Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

KulturScheune Herborn - Herborner Heimatspiele e.V.      Austraße 87     35745 Herborn